Aufmucken gegen Rechts
Nazis raus aus dem Player!

Im September startet die Aufmucken-gegen-Rechts-Kampagne von Linksjugend ['solid].

Bundesweit gehen wir auf die Straße und wollen mit dem Aufmucken-Sampler auf 2 Dinge aufmerksam machen: 1. > Die Nazi-Gefahr wird größer. Nicht nur die rechte Gewalt nimmt in vielen Bundesländern zu. Gleichzeitig verbreitet sich rechtes Gedankengut auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft. Und 2. > Gerade auch in den diversen Jugendkulturen wollen sich viele Nazis breit machen und mit ihren menschenverachtenden Ideologien Anschluss finden. Es gibt inzwischen rechten Hip Hop, faschistische Strömungen im Techno oder Black-Metal..

Dagegen wollen wir etwas tun: Mit Mucke und mit Hirn. Unsere Kampagne bündelt die Elemente Musik, Kultur und Antifa. Anfang diesen Jahres haben wir bundesweit Contests veranstaltet, auf denen sich Bands auf die Bühnen landesweiter Contests und dann wiederum auf den Aufmucken-Sampler spielen konnten. Mit der CD wollen wir jetzt in die kulturelle Offensive gegen Rechts gehen und linke wie demokratische Jugendkulturen vor Ort supporten, wir wollen antifaschistischen Lifestyle gerade in die Regionen tragen, in denen die Faschos die Oberhand gewonnen haben.

Wie Du mitmachen kannst und wie Du an die CD kommst oder sie selbst verteilen kannst, erfährst Du auf dieser Page.

 

Alarmierend sind abermals die guten Ergebnisse der neofaschistischen Parteien bei der Jugendwahlinitiative U-18. In fast allen ostdeutschen Bundesländern übersprang die NPD sicher die 5-Prozenthürde, in Sachsen erzielte sie sogar 12,8 Prozent der abgegebenen Stimmen, in Thüringen 9,4 %, in Sachsen-Anhalt 7,0 und in Brandenburg 6,0 Prozent.

Obwohl die NPD bei den Bundestagswahlen selbst keine Chance hat, in das Parlament einzuziehen, nutzt sie den Wahlkampf doch für den weiteren Organisationsaufbau. Die U-18-Ergebnisse zeigen, dass sie dabei weiter auf die Jugendkarte setzt und durchaus auch Erfolge damit erzielen kann. In vielen Regionen ersetzt oder besetzt sie die Strukturen der Jugendfreizeit, die entweder massiv unterfinanziert oder aber überhaupt nicht mehr vorhanden sind. Antifaschistische Gegenwehr muss deshalb auch hier ansetzen und die Nazis aus den Clubs und Freizis, aus den Sportvereinen und dem lokalen Alltag herausdrängen. Eins ist seit dem Wiedereinzug der NPD in den sächsischen Landtag zumindest sicher: Erledigt hat sich diese Nazi-Partei durch ihre internen Querelen noch nicht. Diese Aufgabe steht für die antifaschistische Jugendbewegung noch an.

weitere Infos: http://www.u18.org

 
Linksjugend muckt auf!

Der Kampf gegen Rechts, der Kampf gegen rassistische, antisemitische Konzepte und andere Ideologien der Ungleichheit, steht im Zentrum unserer Verbandspraxis. Und die letzten Monate haben gezeigt, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen eine starke antifaschistische Bewegung erfordern. Antifaschistische Mobilisierungserfolge stehen einer gestiegenen Zahl von neofaschistischen Gewalttaten gegenüber. Im September letzten Jahres ist es gelungen, den so genannten Anti-Islamisierungskongress der Rechtspopulist_innen und Neofaschist_innen von pro-Köln zu blockieren. Im Februar haben Antifaschist_innen den revanchistischen Aufmarsch der Nazis in Dresden die Stirn geboten. Andererseits sind im Nachgang der Demo aber auch mehrere LINKE-Mitglieder, die in einem DGB-Bus reisten, auf einer Raststätte bei Jena von Nazis angegriffen und verletzt worden. Auch Mitglieder des Jugendverbandes sind bereits mehrfach Ziele neofaschistischer Gewalt geworden. Erinnert sei nur an den brutalen Übergriff auf das Sommercamp unseres hessischen Landesverbandes im letzten Jahr. Der als einschlägiger Neonazi bekannte Täter ist seit Mitte März wieder auf freiem Fuß. Das sind nur Auszüge aus einer langen Reihe von Naziübergriffen. Das Jahr 2008 war nach offiziellen Angaben das Rekordjahr rechtsradikaler Vergehen.

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